Fax Broadcast: Begriffsverzeichnis

• Geschichte des Faxes

• Komponenten des Faxes

• Faxgruppen

• Bürofax

• Faxmarketing

• Direktmarketing

• SPAM


Geschichte des Faxes

Das Fax wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden, kurz nach der Erfindung des Telegrafen. Anfänglich wurde es in der Druckerei eingesetzt, um Bilder über eine Telefonleitung zu versenden bzw. zu erhalten. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde es, zum Teil dank der technologischen Fortschritte, vermehrt bei der geschäftlichen Kommunikation genutzt.

Ursprünglich druckten die ersten Faxgeräte schwarz-weiß, erst später wurde eine Grauskalierung entwickelt. Heutzutage gibt es Faxgeräte mit Farbfunktion, jedoch nutzt die Mehrheit weiterhin nur die Grauskala.

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Komponenten des Faxes

Die wesentlichen Teile eines Faxes sind der Scanner, das Modem und der Drucker. Jede der Komponenten hat seine Funktion: der Scanner wandelt das Dokument in ein digitales Bild um, das Modem übermittelt dieses Bild durch die Telefonleitung und der Drucker des Empfängers druckt eine Kopie des Orginaldokumentes.

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Faxgruppen

Die Faxgruppen sind quasi ein Standard für Faxmaschinen, durch die Leistungsfähigkeit verbessert und Versandzeit verkürzt wird. Die erste Faxgruppe, Faxgruppe 1, erschien 1974 dank der ITU Behörde für Normen (Intenationale Telekommunikationsunion), später folgten drei weiter Gruppen:

Gruppe 1: kreiert in 1974, basierend auf der Empfehlung des IUT-T T.2. Die Übertragung einer Seite dauert zwischen vier bis sechs Minuten, mit einer vertikalen Auflösung von 98 Zeilen pro Zoll bei einer Geschwindigkeit von 2.400 bps. Diese Art Faxgerät wird heute nicht mehr produziert.

Gruppe 2: kreiert in 1976, basierend auf den Empfehlungen des IUT-T T.30 und T.3. Die Übertragung einer Seite dauert drei Minuten, mit einer vertikalen Auflösung von 100 Zeilen pro Zoll bei einer Geschwindigkeit von 9.600 bps. Auch wenn dieser Typ veraltet ist und nicht mehr hergestellt wird, nutzen ihn einige Unternehmen jedoch weiterhin, um mit Faxgeräten der Gruppe 3 kommunizieren zu können.

Gruppe 3: kreiert in 1980, basierend auf den Empfehlungen des IUT-T T.30 und T.4. Die Übertragung einer Seite dauert zwischen 6 und 15 Sekunden (ohne die Anfangszeit zur Synkronisierung und Identifizierung der Geräte), bei einer Geschwindigkeit von 14.400 bps. Die horizontale und vertikale Auflösung entspricht dem T.4 Standard mit mehreren möglichen Kombinationen: Horizontal: 100 Zeilen pro Zoll, Vertikal: 100 Zeilen pro Zoll; Horizontal: 200 oder 204 Zeilen pro Zoll, Vertikal: 100 oder 98 Zeilen pro Zoll ("Standardfaxauflösung"); Vertikal: 200 oder 196 Zeilen pro Zoll ("Feine Faxauflösung"); Vertikal: 400 oder 391 (nicht 392) Zeilen pro Zoll ("Superfeine Faxauflösung"); Horizontal: 300 Zeilen pro Zoll, Vertikal: 300 Zeilen pro Zoll; Horizontal: 400 oder 408 Zeilen pro Zoll, Vertikal: 400 oder 391 Zeilen pro Zoll.

Gruppe 4: kreiert in 1984, basierend auf den Empfehlungen des IUT-T T.563, T.503, T.521, T.6, T.62, T.70, T.72, T.411 bis T.417. Diese Gruppe wurde für digitale Netze (ISDN) mit mehr als 64 kbit/s entwickelt. Die Auflösung ist abhängig von der T.6 Empfehlung und kann Faxe der Gruppe 3 oder 2 empfangen, auch wenn die Übertragung ein Verbindungsglied zwischen analogem und digitalem Netz braucht.

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Bürofax

Das Bürofax ist ein Versanddienst für Fax, der Ähnlichkeit mit einem Telegramm hat, sich aber dadurch unterscheidet, dass das Dokument per Fax anstatt durch Telegraf empfangen wird.

Der Nutzen des Bürofax liegt darin, dass es über die Versandbestätigung (wie beim Einschreiben oder Sendebericht) hinaus, auch den Inhalt der Nachricht nachweist, von dem der übermittelnde Dienstleister eine "beglaubigte" Kopie speichert. Daher wird das Bürofax vor allem bei offizieller und wichtiger Kommunikation eingesetzt, z. B. bei Gerichtsprozessen, da mit diesem Medium ein rechtsgültiger Beweis einer Fristeinhaltung vorgebracht werden kann, was sonst nur ein Telegramm oder ein Einschreiben kann.

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Faxmarketing

Das Faxmailing, auch Massenfax, Fax Broadcast oder Faxing genannt, bedeutet den Faxversand an eine Distributionsliste mit Firmenkontakten, um über ein Produkt oder eine sonstige Leistung zu informieren oder diese zu vermarkten. Grundsätzlich ist das Faxmailing ein Medium im B2B-Geschäft, da zumeist Firmen über Fax erreichbar sind.

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Direktmarketing

Direktmarketing ist eine System, um ein Produkt oder eine andere Leistung direkt und ohne Mittelspersonen in der Öffentlichkeit zu vermarkten. Dabei werden ein oder mehrere Kommunikationsmedien eingesetzt, um ein messbares Resultat zu erzielen.

Der meistgebrauchte Direktmarketingkanal heute ist der Postversand, mit dem Unternehmen bzw. Marketingabteilung Werbenachrichten an Verbraucher schicken. Üblicherweise sind die Kontaktadressen einer Datenbank entnommen. Eine Abwechslung vom traditionellen Postmailing stellt das Einwurfmailing dar: Broschüren und andere Werbemittel werden direkt in die Briefkästen der Verbraucher geworfen, was die Versandkosten per Post spart. Eine weitere Methode des Direktmarketings ist das Telemarketing: Unternehmen rufen Verbraucher auf gut Glück oder aus einer vorselektionierten Telefonliste an mit der Absicht ihre Leistungen zu bewerben und zu vertreiben.

Weitere Methoden oder Kanäle des Direktmarketings, die momentan immer mehr und mehr genutzt werden sind die elektronischen Kanäle: Email Marketing, Faxmarketing, Mobile Marketing etc. Gründe hierfür sind die Schnelligkeit, die Kosten und die Effizienz gegenüber des traditionellen Direktmarketings. Allerdings werden bei unsachgemäßer Nutzung oder bei fehlender vorheriger Zustimmung des Empfängers hieraus auch schnell SPAM-Nachrichten.

Einige Vorteile, die sich aus dem Direktmarketing ergeben: Zum einen ist es eine schnelle und kostensparende Methode, um Konsumenten zu erreichen, zum anderen werden die potenziellen Kunden direkt angesprochen, weshalb die Effizienz höher ausfällt, als bei anderen Massenmedien und des weiteren wird ein Großteil des Direktmarketings von Firmen ausgeführt, die sich auf die Entwicklung und Verwirklichung dieser Art Werbung spezialisiert haben. Gewöhnlicherweise nutzen sie Kundendatenbanken und handhaben die Kriteren für die Empfängerauswahl sehr durchdacht.

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SPAM

SPAM ist unerwünschte Massenwerbung. Auch wenn es unterschiedliche Typen von SPAM gibt, ist der meistgenutzte Email. SPAM-Nachrichten können aber auch an Handys mittels SMS versandt werden. In Spanien ist der SPAM-Versand durch das Informations- und E-Commerce-Dienstleistungsgesetz der (LSSI) verboten, das im BOE am 12.07.2002 veröffentlicht wurde. Außerdem findet das Datenschutzgesetz Anwendung, sobald es sich um perönliche Daten handelt. In den USA wurde diesbezüglich das CAN-SPAM Gesetz erlassen, das aber in der Praxis quasi unwirksam ist.

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